book review: Six of Crows & Crooked Kingdom

“I would have come for you. And if I couldn’t walk, I’d crawl to you, and no matter how broken we were, we’d fight our way out together-knives drawn, pistols blazing. Because that’s what we do. We never stop fighting.”

Inhalt: Ketterdam: a bustling hub of international trade where anything can be had for the right price—and no one knows that better than criminal prodigy Kaz Brekker. Kaz is offered a chance at a deadly heist that could make him rich beyond his wildest dreams. But he can’t pull it off alone…
A convict with a thirst for revenge.
A sharpshooter who can’t walk away from a wager. A runaway with a privileged past. A spy known as the Wraith. A Heartrender using her magic to survive the slums. A thief with a gift for unlikely escapes. Kaz’s crew are the only ones who might stand between the world and destruction—if they don’t kill each other first.

book review: Six of Crows & Crooked Kingdom

“She’d laughed, and if he could have bottled the sound and gotten drunk on it every night, he would have. It terrified him.”

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich diese Rezension anfangen soll. Oder ob es überhaupt einen Weg gibt zu beschreiben, wie unglaublich genial diese Dulogie ist. Vor allem der zweite Band, „Crooked Kingdom“, hat mich als nervliches Wrack zurückgelassen und ich saß irgendwann nachts heulend in meinem Bett. Ihr könnt euch also sicher sein, dass Autorin Leigh Bardugo hier ein Meisterwerk geschaffen hat, das ihr unbedingt lesen müsst. Unbedingt! Aber okay, ich versuche, hier in der Rezension zumindest ein bisschen objektiv zu sein. Betonung auf „versuchen“, weil das etwas schwer werden dürfte. Also – ihr seid gewarnt!

Fangen wir erst einmal mit der von Leigh Bardugo erschaffenen Welt an. „Six of Crows“ und „Crooked Kingdom“ spielen in derselben Welt wie ihre „Grischaa“ Trilogie. Zu dieser könnt ihr hier bereits eine ähnlich begeisterte Review finden und ich empfehle euch, die Reihe vor „Six of Crows“ zu lesen, da dieses zeitlich danach spielt. Voraussetzung ist das aber nicht, da man das Buch auch so hervorragend versteht und „Grischa“ eben einfach nur etwas Hintergrundwissen liefern würde.

book review: Six of Crows & Crooked Kingdom

“He needed to tell her…what? That she was lovely and brave and better than anything he deserved. That he was twisted, crooked, wrong, but not so broken that he couldn’t pull himself together into some semblance of a man for her. That without meaning to, he’d begun to lean on her, to look for her, to need her near.”

„Six of Crows“ spielt in Ketterdam, einer Stadt, in der das Geschäft über allem anderen steht. Hier zählt nur, wer am meisten Geld und damit verbunden Macht besitzt; zudem gibt es in Ketterdam viele kriminelle Banden, die miteinander rivalisieren und um die Vorherrschaft kämpfen. Leigh Bardugo kann einfach fantastisch schreiben und man fühlt sich beim Lesen, als wäre man wirklich mitten auf Ketterdams staubigen Straßen und in seinen dunklen, gefährlichen Gassen. Die beiden Bücher haben eine wunderbar düstere Atmosphäre, die mich von der ersten Seite an umgehauen hat!

book review: Six of Crows & Crooked Kingdom

“I will have you without armor, Kaz Brekker. Or I will not have you at all.”

Was die Bücher aber zu zweien der besten macht, die ich je gelesen habe, sind die Charaktere. Alina und Mal in „Grisch“ fand ich ja schon toll, aber die Figuren in „Six of Crows“ und „Crooked Kingdom“ toppen dann sogar sie noch. Die Kapitel der Bücher sind abwechselnd aus den Perspektiven der sechs Protagonisten geschrieben, die allesamt unglaublich komplexe Figuren sind und ganz eigene Wünsche, Träume und Geschichten haben. Da ist zum einen Kaz, der Anführer der „Dregs“ – mysteriös, gerissen und ein mächtiger Teil der Unterwelt von Ketterdam. Inej, „the Wraith“ genannt, die nahezu jedes Gebäude erklimmen kann und mit einer schlimmen Vergangenheit zu kämpfen hat. Jesper, der Glücksspiel etwas zu gerne mag; und Wylan, der nicht der ist, der er zu sein scheint. Und dann noch Nina und Matthias; sie eine mächtige Grischa, die verzweifelt in ihre Heimat zurück möchte, er aus Fjerda und dazu erzogen alle Grischa zu hassen und zu jagen.

Alle von ihnen sind so unglaublich gut aufgebaut und man kann einfach nicht anders, als sie ins Herz zu schließen. Im Laufe der beiden Bücher erfährt man Stück für Stück mehr über ihre jeweiligen Geschichten und manches davon hat mir echt das Herz gebrochen, weil es so tragisch war. Denn stellenweise ist „Six of Crows“ und „Crooked Kingdom“ sehr grausam, sowohl auf physischer als auch auf psychologischer Ebene. Aber genau letzteres war es, das die Bücher so verdammt gut gemacht hat! Vor allem Inejs Vergangenheit hat mich wahnsinnig mitgenommen; eigentlich ebenso wie die von allen anderen Figuren. Alle sind einfach perfekt, eben weil sie so viel durchmachen mussten und trotzdem so sind wie sie sind.

book review: Six of Crows & Crooked Kingdom

“Maybe there were people who lived those lives. Maybe this girl was one of them. But what about the rest of us?
What about the nobodies and the nothings, the invisible girls? We learn to hold our heads as if we wear crowns. We learn to wring magic from the ordinary.
That was how you survived when you weren’t chosen, when there was no royal blood in your veins. When the world owed you nothing, you demanded something of it anyway.”

Die den Büchern zugrundeliegende Handlung hat mich auch komplett umgehauen und war von Leigh Bardugo wirklich meisterhaft konstruiert. Im ersten Band „Six of Crows“ geht es sehr vereinfacht darum, dass die Dregs für viel Geld beauftragt werden in den Ice Court einzubrechen und einen wertvollen Gefangenen zu befreien. Wie gesagt, in Wahrheit ist die ganze Story viel viel komplexer und tiefgründiger, aber es ist schwer davon zu sprechen und nicht zu viel zu verraten! Im zweiten Band „Crooked Kingdom“ wird das Tempo dann nochmal um einiges schneller und es gibt fast in jedem Kapitel irgendeine unvorhergesehene Wendung, die die kompletten Seiten vorher wieder über den Haufen wirft.

Und dann das Ende – wie schon gesagt saß ich danach heulend in meinem Bett und war noch tagelang total fertig. Auf der einen Seite war es perfekt und hätte auch gar nicht anders sein dürfen, auf der anderen hat es mir aber auch das Herz gebrochen und ich hätte mir so so sehr ein anderes Ende gewünscht!

Fazit: Tja, was soll ich sagen? „Six of Crows“ und „Crooked Kingdom“ waren definitiv unter den besten Büchern, die ich 2016 gelesen habe und ich kann euch nur ans Herz legen, euch ebenfalls mal an der Reihe zu versuchen! Leigh Bardugo hat einen fantastischen Schreibstil, die Handlung ist unglaublich komplex und spannend und die Charaktere schlicht überwältigend!

“She smiled then, her cheeks red, her cheeks scattered with some kind of dust. It was a smile he thought he might die to earn again.”

book review: Six of Crows & Crooked Kingdom

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 thoughts on “Rezension: Six of Crows & Crooked Kingdom

  1. Hach, ich habe beim Lesen der Rezension total Gänsehaut gekriegt. <3 Ich denke immer noch super oft an die Bücher und möchte im Laufe von 2017 (vermutlich erst im Sommer, aber was's solls) die Grischa-Reihe und dann die Six of Crows-Dilogie ein zweites Mal lesen. Ich verstehe gar nicht, wie manche argumentieren können, Crooked Kingdom sei nur "besser als der erste Teil" – ich war ein ähnlich emotionales Wrack wie du. :D (Ich saß tagsüber heulend im Bett. Und bin dann heulend durch die Gegend gelaufen. Selbst bei ACOMAF/Empire of Storms hab ich nicht so viel geheult. :D) Ich hoffe inständig, dass Leigh Bardugo tatsächlich eines Tages ein weiteres Buch in der Grischa-Welt schreibt – das wäre wunderbar <3

    Freut mich übrigens, dass dir Tales from the Shadowhunter Academy auch gefallen hat! :)

    Viele liebe Grüße!

    Posted on 08/01/2017 at 11:54
  2. Das Genre ist nicht ganz meins, aber das Cover gefällt mir sehr!

    Neri von Lebenslaunen

    Posted on 08/01/2017 at 14:34
  3. Mara, du machst mir Angst! „Six of Crows“ habe ich letzten Monat erst beendet und gerade befindet sich „Crooked Kingdom“ auf dem Weg zu mir. Ich bin sowas von gespannt darauf, weil der erste Teil schon so grandios war! Nina ist ja mein absoluter Liebling! Oh, und Inej! Eigentlich alle. :D

    Posted on 08/01/2017 at 23:00
  4. Die Cover sehen richtig genial aus, aber gerade die englische Sprache und ich glaube das Genre ist nichts für mich xD

    Da sind wir ja mal wieder einer Meinung :) Ugly/Pretty/Special finde ich auch einfach toll und war mit einer meiner ersten gelesenen Bücher!
    Delirium war mir einfach zu kitschig :D

    Posted on 10/01/2017 at 20:14
  5. Danke für die Review! Ich bin vor ein paar Monaten auf Amazon über die Bücher gestolpert, weil mir die Covergestaltung gefiel – jetzt rücken die auf meiner Wunschliste ein bisschen weiter nach oben :)

    Posted on 20/01/2017 at 10:51