Jackaby Rezension William Ritter

Inhalt: New Fiddleham 1892: Neu in der Stadt und auf der Suche nach einem Job trifft die junge Abigail Rook auf R. F. Jackaby, einen Detektiv für Ungeklärtes mit einem scharfen Auge für das Ungewöhnliche, einschließlich der Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen. Abigails Talent, gewöhnliche, aber dafür wichtige Details aufzuspüren, macht sie zur perfekten Assistentin für Jackaby. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag steckt Abigail mitten in einem schweren Fall: ein Serienkiller ist unterwegs. Die Polizei glaubt, es mit einem gewöhnlichen Verbrecher zu tun zu haben, aber Jackaby ist überzeugt, dass es sich um kein menschliches Wesen handelt… via randomhouse.de

„Jackaby“ von William Ritter stand vom ersten Moment an ganz oben auf meiner Wunschliste – historisches Setting, eine Neuinterpretation von Sherlock Holmes und eine spannend klingende Handlung waren für mich sofort ein Grund, das Buch so schnell wie möglich im Regal zu haben. Tja, nachdem es pünktlich Mitte Juli bei mir ankam, blieb es dann doch bis vor ein paar Tagen unbeachtet, weil ich es schlicht vergessen hatte. Ähäm. Mit einem leicht schlechten Gewissen habe ich angefangen zu lesen und das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgehabt. Sagt finde ich alles, oder?

Jackaby Rezension William Ritter

„Jackaby“ spielt in der amerikansichen Stadt New Fiddleham am Ende des 19. Jahrhunderts, was mir sehr gut gefallen hat. Ich mag diese Epoche unglaublich gerne, da sie Büchern eine ganz besondere Stimmung verleiht und sie gleich viel interessanter macht. Ritter versteht es gut, die damaligen Verhältnisse, Lebensumstände und gesellschaftlichen Schichten in die Handlung einzuweben und sie dem Leser quasi nebenbei näherzubringen.

Abigail als Protagonistin ist mir sofort ans Herz gewachsen, was schon alleine an ihrer Vorgeschichte liegt, die einfach herrlich amüsant zu lesen war. Sie träumt schon seit ihrer Kindheit davon, Abenteuer zu erleben und wie ihr Vater die Welt zu bereisen. Bis zu Beginn des Buches hat das nicht wirklich gut geklappt, weswegen Abigail eher versehentlich nach Amerika reist und dort in New Fiddleham auf Jackaby trifft. Dessen Charakter fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da er sehr verschroben ist und so einige Eigenheiten besitzt. Schließlich behauptet er, Geister und andere übernatürliche Wesen sehen zu können, was bei mir erst einmal für eine gehörige Portion Skepsis gesorgt hat. Ich war mir lange unsicher, ob es in Ritters Buch tatsächliche fantastische Elemente gibt, oder ob Jackaby sich das alles nur einbildet.

Jackaby Rezension William Ritter

Abigail findet sich schnell als Jackabys Assistentin wieder und versucht mit diesem, einen grauenvollen Mord aufzuklären. Jackaby ist überzeugt, dass es sich um einen übernatürlichen Täter handelt, was von der ebenfalls ermittelnden Polizei natürlich nur belächelt wird. Die Spurensuche der beiden Protagonisten ist spannend zu verfolgen, auch wenn ich gegen Ende von der Identität des Täters nicht wirklich überrascht war. Trotzdem macht es Spaß, von Jackabys Untersuchungen und Abigails Vermutungen zu lesen. Besonders die vielen Erklärungen zu den übernatürlichen Wesen haben mir gefallen, ebenso die Dialoge zwischen den beiden, die einiges an Wortwitz und Humor zu bieten haben! Allerdings hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, was das gesamte Buch angeht. Ritter setzt seine Idee gut um, es fehlt den Charakteren jedoch stellenweise an eigenen Merkmalen und Denkweisen. Jackaby und Abigail ähneln dem originalen Holmes und Watson sehr, was einerseits natürlich essentiell für die Geschichte ist, andererseits manchmal etwas langweilig und vorhersehbar ist.

Fazit: „Jackaby“ ist ein flüssig zu lesender Roman, der in einer interessanten Epoche spielt. Die Handlung ist spannend und vor allem anfangs sehr mysteriös; ebenso wissen die Charaktere zu überzeugen, auch wenn stellenweise etwas mehr Tiefe und Innovation wünschenswert gewesen wäre. Alles in allem ein gelungener Auftakt, der Lust auf den zweiten Band macht!

Jackaby Rezension William Ritter

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5 thoughts on “Book review: Jackaby

  1. Ja, Freiburg ist wirklich meine Traumstadt. Ich bin mittlerweile ganz verliebt. <3 Vielen Dank, ich bin auch schon gespannt!

    Total schöne Rezension – mit dem Buch habe ich schon im Englischen geliebäugelt, aber ich weiß immer noch nicht, ob ich es mir zulegen soll oder nicht. Wenn es ohnehin mehr Bücher geben wird, warte ich einfach die Meinung zu den anderen ab – dann kann ich wenigstens mehr auf einmal lesen. :D

    Posted on 21/08/2016 at 08:44
  2. ich finde das cover ja irgendwie wunderschön! eigentlich mag ich bücher in der art gar nicht so gerne, aber deine rezension macht mich echt neugierig :)

    Posted on 21/08/2016 at 10:16
  3. Das Buch habe ich auch schon paar Mal in der Hand gehabt und auf Blogs bzw. Youtube gesehen. Irgendwie reizt es mich noch nicht so wirklich, aber kommt vielleicht noch ;)

    Posted on 21/08/2016 at 11:07
  4. Das Buch wollte ich mir schon längst gekauft haben. Danke für die Erinnerung.

    Neri

    Posted on 22/08/2016 at 17:59
  5. Scheint ein Buch genau nach meinem Geschmack zu sein.
    LG, Diana

    Posted on 25/08/2016 at 20:12